Aug 14, 2007 - 0 Comments - fotos, gelebtes, musikalisches -

Open Flair 2007

Open Flair 2007 FotosDas letzte Wochenende war es soweit das diesjährige Open Flair stand auf dem Plan.

Schon bevor wir überhaupt losgefahren sind hat das Wetter seine eigenartige Rolle gespielt. Weil das Wetter durchaus einen gewissen Teil des Festivals ausmacht, man ist ja die ganze Zeit eben jenem ausgesetzt, habe ich die Tage vorher immer mal die Wetterberichte für Eschwege im Internet auf diversen Seiten angeschaut. War am Mittwoch noch durchgängig von Donnerstag Nacht bis Sonntag starker Regen und zum Teil starkes Gewitter angesagt, so hat der Wetterbericht am Donnerstag schon erfreulicher ausgesehen. Nun sah es nämlich so aus, dass es am Donnerstag Abends und Freitags zwar regnen könnte, von starkem Regen war aber nichts mehr zu lesen. Für Samstag und Sonntag war sogar durchgehend Sonne un eine Regenwahrscheinlichkeit von 0% angegeben. Im Endeffekt sah das Wetter also geeignet aus.

Am Donnerstag Abend sollte es dann mit Zug, Mirko und Robin in Richtung Eschwege losgehen. Aber vorher haben Mirko und ich noch Verpflegung gekauft (viel zu viel) und uns mit Mo und Anika getroffen um mit denen Tische und Essen gegen ein Zelt zu tauschen. Die zwei wollten erst am Freitag Vormittag mit ein paar anderen in Autos und selber im Bus vorbeikommen. Um 17:05 haben Mirko und ich uns dann mit Robin am Bahnhof getroffen und uns schnellstmöglichst einen Platz im Zug ergattert, denn wir waren nicht die einzigen, die mit Massen an Gepäck nach Eschwege wollten.

In Eschwege angekommen mussten wir nur noch die kleine Bus-Hürde nehmen und schon konnten wir auf den Zeltplatz. Mit Bedacht haben wir uns einen Platz ausgesucht und unsere zwei Zelte und das von Moritz aufgestellt. Platz genug für weitere 4-5 Zelte und den Bus war auf jeden Fall vorhanden. Nachdem wir die Zelte auf dem Acker aufgestellt haben, sind wir schnell an der Bändchenausgabe vorbei und noch in den Supermarkt. Wieder „zuhause“ angekommen haben wir uns asiatische fertig Nudel gemacht und uns ans verteidigen des freien Platzes gemacht. Zwischendurch hat es immer mal kurz geregnet und irgendwann wurde es eng mit unserem freien Platz als eine Horde (drei) Bayern mit ihrem Bus unser Revier befuhren. Das haben wir dann schnell geregelt und es blieb noch genug Platz für uns und die Bayern. Irgendwann wurde es dann auch langweilig Plätze freizuhalten und wir sind ins Zelt verschwunden und unter den fernen Klängen der Kassierer eingeschlafen.

Am nächsten Morgen war dann eigentlich auch noch soviel Platz wie vor dem schlafen gehen. Jetzt mussten wir uns noch ein wenig gedulden, bis die ersten Bands anfingen und der Rest der Bagage an Land kam. Die Bayern (Milan, Michael und Theresa) stellten sich als Glücksgriff heraus – an dieser Stelle schöne Grüße – sie waren wie die anderen Nachbarn auch nett und hatten das was wir vergessen hatten. Gegen halb zwei war es dann soweit Moritz hat angerufen sie stehen vor der Einfahrt. Also einmal vorbeigeschaut alle Fußgänger mit Zelten abgeholt, eben jene zusammen aufgebaut und ab zurück zu Mo und Anika, die noch im Bus in der Schlange waren. Bis der Bus dann endlich auf seinem Platz stand dauerte es noch bis ca. viertel nach drei. Jetzt war endlich alles da Leute, Stühle, Tische und noch viel mehr Verpflegung.

Die erste Band die ich sehen wollte waren die Mad Caddies, da die erst um 18:15 angefangen haben war noch gut Zeit, die man vertrödeln konnte. Die Jungs haben wie erwartet gerockt. Das erste mal hatte ich sie 2006 auf dem Hurricane gesehen und da haben sie mir sofort zugesagt (das wollte ich ja eigentlich auch schon mal in meinem damaligen Bericht geschrieben habe, der immer noch nicht fertig ist). Ich habe das Konzert mit schönem skanken im hinteren Teil verbracht.

Nach den Mad Caddies war dann erstmal ein wenig Unbedingt-Sehen-Will-Pause und so habe ich mir die Zeit mit wechselnder Begleitung bei The Sounds (netter nebenbei 80er-Retro-Pop-Rock), Madsen (deutscher Radio-Pop-Rock) und Muff Potter (alternativer Gitarren-Rock mit schräger Live-Stimme) vertrieben bis es dann zu dem ersten musikalischen Highlight des Wochenendes kam, den Beatsteaks.

Damit wir bei den Beatsteaks auch schön weit vorne sind, haben wir uns von den leider etwas schräg singenden Muff Potter Leuten verabschiedet und uns in die Moshpit begeben. Das Problem an der Sache wa, dass nicht nur wir diesen Plan hatten und zu Beginn des Konzertes die Pit dementsprechend stark gefüllt war. Dies führte dazu, dass die ersten Lieder für Moge, Robin und mich eher in eine Verteidigungsschlacht führten als in genüssliches Konzert rocken, trotzdem hat es einfach Spaß gemacht. Als dann ca. zur Hälfte des Auftritts das Wetter in einen Starkregen umschlug hat das die Stimmung auch eher verbessert als verschlechtert. Trotz des Regens haben die Beatsteaks und auch das Publikum alles gegeben und es gab einDreck-Schuhe schönes, erinnerungswertes Konzert. Der Regen hat mein T-Shirt zwar komplett durchnässt, dank des Gedränges hat meine Hose aber eigentlich nichts von dem Regen mitbekommen. Nur als am Ende die Moshpit leerer wurde und der Schlamm, der sich vor der Bühne gesammelt hatte sichtbar wurde, habe ich einige Spritzer und total dreckige Schuhe bekommen. Das könnte auch daran liegen, dass die Beatsteaks das Publikum aufgefordert haben sich komplett hin zuknien und auf ihr Kommando aufzuspringen, das muss schon ziemlich geil ausgesehen haben. Inzwischen hatte der Regen übrigens auch wieder aufgehört. Nach den Beatsteaks gab es noch ein Konzert von Götz Widman, auf den ich mich auch schon im Vorfeld sehr gefreut habe. Und meiner Erwartung wurde auch nicht getrübt die Stimmung vor der kleinen Bühne war auch sehr angenehm. Leider habe ich das Konzert vorzeitig verlassen, da mir doch leider etwas kalt wurde aufgrund des noch sehr nassen Shirts und der nicht so hohen Temperaturen.

Also auf zum Zeltplatz, der inzwischen einem Schlamm-Catch-Ring glich, und im Zelt erstmal was wärmeres angezogen. Nach einigen netten Stunden und netten Gesprächen endete auch dieser Abend wieder unter den sanften Klängen des „Partyschweins“.

Der Bericht über Samstag und Sonntag folgt noch…versprochen!

Fotos